1786 – José Teixeira da Trindade

José Teixeira da Trindade wurde in Porto geboren. Er war ein angesehener, bekannter Bürger, dessen Geschäftstätigkeit sich auf den Handel mit Gold und Brasilien im Allgemeinen konzentriert hatte. Er unterhielt enge Verbindungen zur Schmuckwaren-Industrie. Maria Delfina, seine einzige Tochter, heiratete José Pinto Leitão.

1822 – Populäre Schmuckwaren

José Pinto Leitão registrierte das Stanzwerkzeug (persönliches Herstellerzeichen) „JPL“ und öffnete sein Geschäft in der Rua das Flores, dem klassischen Goldschmiede-Viertel in Porto..Die typische Firma der damaligen Zeit bestand aus einem Geschäft kombiniert mit einer Werkstatt. Der Kunde konnte bei der Arbeit zusehen, nahe des „Kastens“, der Verkaufstheke nebenan. Zu den typischerweise hergestellten Artikeln gehörten das „Herz“, der Arrecada (Ohrring), der Cordão (2 Meter lange Ketten), Schmuckstücke, die in Nordportugal bei Festen, der Chormesse, beim Volksfest getragen wurden…“

1837 – Heirat

Eheschließung von José Pinto Leitão mit Maria Delfina, Tochter von José Teixeira da Trindade. Diese Verbindung spielte bei der Entwicklung des Juweliergeschäftes Leitão eine entscheidende Rolle.

1866 – Europa

Das Juweliergeschäft hebt sich vom nationalen Panorama ab. Narciso und Olindo, Söhne des Geschäftsgründers, führen das Familiengeschäft fort und nennen sich von nun an Leitão & Irmão. Sie modernisieren die Fertigung mit neuen Materialien und investieren in Maschinen. Die Firma investiert im Ausland und gründet Filialen in Paris und London. Ein Netzwerk mit wichtigen Kontakten wird aufgebaut.

1872 – Brasilien

Kaiser Peter II. von Brasilien verleiht Leitão & Irmão den Titel „Goldschmiede des Kaiserhauses in Brasilien“. Die Verbindung zwischen der Krone und dem Haus Leitão geht auf die Zeit der Belagerung von Porto (1832/1833) zurück. Damals unterhält José Teixeira da Trindade Verbindungen auf privater Ebene zu König Peter IV. von Portugal und Kaiser Peter I. von Brasilien.

1887 – Juweliere der Krone

Am 1. Dezember verleiht König Ludwig dem Haus Leitão & Irmão den Titel „Juweliere der Krone“. Der Hof setzte weiterhin auf Leitão & Irmão als seine Juweliere für die Kreation von Geschenken für Familienangehörige, Freunde und Persönlichkeiten. Die Königin Maria Pia zählte ebenso zu den begeisterten und treuen Kunden. Bei dem Erwerb zahlreicher Gebrauchsgegenstände und Dekorationsobjekte aus Silber und Gold spielte sie eine große Rolle. Es handelte sich vor allem um schlichte und erlesene Werke, die ihre Vorliebe für die Ästhetik des Neo-Rocaille widerspiegelten.

1888 – Vatikan

Kelch, Geschenk von König Ludwig für den Papst Leo XIII. zu dessen Jubiläumsfeier im Jahr 1888. Als besonderes Zeichen der Dankbarkeit feiert Papst Leo XIII. die Jubliäumsmesse mit dem Kelch, den ihm der König von Portugal geschenkt hat.

1942 – Goldkrone mit Edelsteinen

Krone Unserer Lieben Frau von Fátima, einem der bekanntesten portugiesischen Schmuckstücke. Ein Geschenk der Portugiesen zum Zeichen des Dankes dafür, dass ihren Söhnen die Dramen des 2. Weltkrieges erspart blieben. Die mit Edelsteinen verzierte Goldkrone ist das Ergebnis einer nationalen Spendenaktion, Spenden, die dem Haus Leitão übergeben wurden. Insgesamt arbeiteten zwölf Künstler an dem Werk und besetzten das Gold mit 313 Perlen und 2679 Edelsteinen. Nahezu 50 Jahre später, im Jahr 1984, gewann die wertvolle Krone an Bedeutung hinzu, als der Papst Johannes Paul II Unserer Lieben Frau von Fátima die Kugel schenkte, die ihn beim Attentat am 13. Mai 1981 im Vatikan getroffen hatte. Die Kugel passte haargenau in die Öffnung hinein, die 1942 bei der Verbindung der acht Kronenbögen entstanden war.

1942 – Ziselierte Krone aus vergoldetem Silber

Krone Unserer Lieben Frau ziseliert in vergoldetem Silber. Neben der wertvollen Krone wurde eine weitere aus vergoldetem Silber für den täglichen Gebrauch angefertigt. Die wertvolle Krone wird an den Jahrestagen der Erscheinungen und bei besonderen Anlässen benutzt.

1958 – Christus-König

Werkzeug aus Gold. Eröffnung der Christusstatue Cristo Rei  in Almada.

2000 – Jubliläum

Die Krippe stammt von der Bildhauerin Graça Costa Cabral. Sie besteht aus 15 Silberfiguren, angebracht auf einer Unterlage, die aus fünf Schieferplatten besteht. Das Kunstwerk wurde Papst Johannes Paul II. in Fatima anlässlich des Jubiläums im Jahr 2000 überreicht, Jahr der Fertigstellung des im Jahr 1981 begonnenen Kunstwerks.

 

2003 – Rosenkranz des Lichts

Anlässlich der Feier zum fünfundzwanzigjährigen Pontifikat von Papst Johannes Paul II. und beim Abschluss des Jahres des Rosenkranzes wurde das Haus Leitão eingeladen, einen Rosenkranz mit Inspiration in den lichtreichen Geheimnissen zu schaffen. Es handelt sich um ein Einzelstück, das die neuen Geheimnisse betont. Es wurde Seiner Heiligkeit in Anspielung auf seine Verbindung zu Portugal überreicht.

 

 

2014 – Rosenkranz des neuen Jahrtausends

Wurde anlässlich der 100-Jahr-Feier von Fátima und der Heiligsprechung von Papst Johannes Paul II herausgegeben. Der Rosenkranz des neuen Jahrtausends in Silber oder Gold und Bergkristall repräsentiert die vier Geheimnisse, an die die neue Zusammensetzung des Rosenkranzes erinnert.

 

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